Gesetzliche Gebühren

Soweit nichts anders vereinbart wird, orientieren sich die Anwaltsgebühren nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG). Im Zivil- und Verwaltungsangelegenheiten berechnen sich die Gebühren nach dem Gegenstandswert. Geht es um den Einzug oder die Abwehr einer Geldforderung, so ist die Höhe der Forderung für die Bestimmung des Gegenstandswertes maßgeblich. Geht es hingegen um eine nichtvermögensrechtliche Angelegenheit, also um eine Streitigkeit, die nicht oder nur mittelbar Geld zum Gegenstand hat, sieht das Gesetz zahlreiche Regelbeispiele zur Bestimmung des Streitwertes vor:

  • Bei Gegenständen entspricht der Gegenstandswert deren Wert (Kaufpreis oder Wiederbeschaffungswert).
  • Bei Streit über Bestehen oder Dauer eines Vertrages (z.B. Miet-, Handy-, Internetvertrag) ist der Entgelt für die Restlaufzeit des Vertrages, maximal aber die Kosten für einen Jahr für die Bestimmung des Gegenstandswerts maßgeblich. Beispiel:- bei einem unbefristeten Mietvertrag – die Miete für einen Jahr
    – bei einem Internetvertrag mit Restlaufzeit von 6 Monaten – die monatliche Grundgebühr x 6 (beim Restlaufzeit von 15 Monaten – die monatliche Grundgebühr x 12)
  • In arbeitsrechtlichen Streitigkeiten beträgt der Gegenstandswert bei
    – einer Abmahnung: 1 Bruttomonatsgehalt
    – einer Kündigung: 3 Bruttomonatsgehälter
    – einer Zeugniserteilung/Korrektur: 1 Bruttomonatsgehalt

Fehlt eine Gesetzliche Regelung ist der Gegenstandswert zu schätzen. Und wenn gar keine Anhaltspunkte für Schätzung vorhanden sind, wird ein Gegenstandswert von 4.000,- € (sog. Auffangstreitwert) angenommen, § 23 Absatz 3 Satz. 2 RVG. Der maximale Gegenstandswert liegt bei 500.000,- €.

Nach den obigen Ausführungen ermittelten Gegenstandswert können Sie im unseren

Kostenrechner

eingeben und somit die gesetzlichen Anwaltsgebühren für die erwünschte Tätigkeit ausrechnen.